Die Europäische Kommission hat am 12. Oktober 2026 die geplante Übernahme von Porta durch XXXLutz in die zweite Prüfphase (Phase II) überführt. XXXLutz hatte den Zusammenschluss im September angemeldet, die Behörde will bis zum 25. Februar 2027 entscheiden. Die Einleitung von Phase II ist keine Vorentscheidung über Genehmigung oder Untersagung.
Nach vorläufiger Einschätzung der Kommission könnte der Zusammenschluss den Wettbewerb im Möbeleinzelhandel in Deutschland, Tschechien und der Slowakei erheblich beeinträchtigen. In Deutschland steht das Discountsegment im Mittelpunkt, wo viele Filialen beider Unternehmen in denselben Regionen konkurrieren. Die Kommission befürchtet höhere Preise und weniger Auswahl. Zudem prüft sie, ob Möbelhersteller und Lieferanten in Deutschland, Tschechien, der Slowakei und Polen künftig stärker von XXXLutz abhängig wären. Zu Porta gehören die Marken Porta, SB Möbel Boss, Möbel Letz und Asko mit insgesamt rund 140 Einrichtungshäusern.
XXXLutz-Deutschlandchef Alois Kobler hatte vorab gegenüber T-Online erklärt, er rechne mit einer Zustimmung und einem Abschluss bis Ende des ersten Quartals 2027. Auflagen, durch die einzelne Porta-Standorte nicht übernommen werden dürften, schloss er nicht aus. Die Marke Porta soll bestehen bleiben, für die rund 6.000 Beschäftigten erwartet er keinen größeren Stellenabbau.
Unabhängig davon läuft seit dem 10. Juli 2026 ein weiteres Verfahren. Die Kommission prüft darin, ob die Unternehmen die Übernahme vor der Freigabe teilweise umgesetzt haben. Ein Verstoß ist nicht festgestellt.