Nina Mohammad-Galbert liebt die Struktur und die Schattierungen naturbelassender Wolle – genau darauf ist das Design des Shepherd's Rug von Artisan Project zurückzuführen. „Statt dem Teppich ein Muster vorzugeben, wollte ich, dass die Wolle ihre eigene Geschichte erzählt“, erklärt die Kreativ-Chefin des Unternehmens mit Sitz in Fez (Marokko). Auch Wunschkollektionen kann man hier in Auftrag geben. Die Teppiche werden von marokkanischen Frauen in Kooperativen handgefertigt.
Twill heißt die neue, leicht melierte Handweb-Teppichkollektion von Reuber Henning. Inspiriert wurde sie durch den italienischen Stillleben-Maler Giorgio Morandi, der ausschließlich mit wenigen dezenten Farbschattierungen wie Pastellorange, Koralle, Ocker und Brauntönen gearbeitet und damit eine besondere Wirkung erzielt hat.
Der marokkanische Beni Ouarain hat viele Gesichter, das zeigt Theo Keller mit seinem Angebot. Der Klassiker ist beige, mit charakteristischem Rautenmuster, handgeknüpft aus reiner Schurwolle. Von Design und Material her gleich, aber deutlich auffälliger: Beni Ouarain in starken Farben wie Beere oder Lila.
Gedeckte natürliche Töne und zarte Muster prägen die aktuellen Kollektionen des belgischen Webers Mc Three. Dazu passen die leicht unregelmäßigen grafisch-organischen Beni-Ouarain-Zeichnungen.
Shapes, mal etwas anders gedacht: Die Teppiche der Kollektion Frame, entworfen von Studio Truly Truly, bestehen aus drei Abschnitten mit jeweils eigener Struktur: Der äußere Teil ist niedrigflorig, Das optische „Fenster“ hat einen hohen Flor, der Rahmen besteht aus Fransen. 96 % Wolle, 4 % Viskose.
Als langjähriger Wegbereiter des original marokkanischen Teppichs hat Creation Roesner entsprechende Kontakte und ein entsprechendes Angebot: naturbelassene Berber in Naturweiß (unifarben) und hochflorige, kuschelige Beni Ouarain mit klassischem Rautendessin.
Die ausdrucksstarken Blüten-Teppiche von Inigo Elizalde Rugs (New York City) werden auf den Philippinen handgewebt. Das Material: 100 % Abacá-Fasern. Diese in Ostasien heimische Pflanzenart gehört zur Familie der Bananengewächse.
Wer es schlicht und nachhaltig mag, ist mit einem Teppich im Berber-Look gut beraten: Die Handknüpf-Kuschelteppiche mit marokkanischen Wurzeln liegen haptisch und designmäßig im Trend und sind echte Dauerbrenner.
Gemeinsam mit der Hamburger Wohnbloggerin Anne Dirfard hat Tom Tailor die Teppichserie „Coloured Shapes“ entwickelt und von Theo Keller umsetzen lassen. Herausgekommen sind gut bezahlbare und gleichzeitig sehr stilvolle Teppiche, die großzügige Farbflächen und Formen kombinieren und an moderne Kunst erinnern.
Balta Home bietet maschinengewebte Berber-Look-Teppiche in sehr unterschiedlichen Ausführungen: Die Berclon-Qualität Re_Fold mit sehr kurzem Flor („zero pile“) ist sogar faltbar und lässt sich damit leicht versenden. Das Grundgewebe aus Recycling-Baumwolle (aus Produktionsüberschüssen) verleiht dem Teppich einen Antiklook.